Gartentipp des Monats

Der Garten im August 2022

Tipp: Ist es in den Sommermonaten über einen längeren Zeitraum sehr trocken, sollte auch der Komposthaufen ab und an mit Wasser versorgt werden. Denn um die mikrobiologischen Prozesse im Komposthaufen am Laufen zu halten, benötigt es einen gewissen Grad an Feuchtigkeit. Daher sollten Sie bei ihren regelmäßigen Gießgängen nicht nur die Beete mit Wasser versorgen, sondern auch die Komposthaufen im Garten. 

Hier finden Sie noch weitere Tipps

Neue Bildungsfilmreihe Kleingärten

Dienstleister für unser Ökosystem

Der Bundesverband hat mit mit gezieltem Blick auf diese Ökosystemleistungen Bildungsfilme anfertigen lassen.

 

Diese neue Bildungsfilmreihe können Sie sich direkt hier ansehen oder downloaden.

 

 

Städtischer Freiraum als gemeinsames Lebensumfeld

eine Masterarbeit im Studiengang Landschaftsarchitektur am Beispiel der inneren Stadt Bonn

In den Planungsebenen von vielen Städten werden aktuell Themen bearbeitet, die sich seit Jahren bereits angedeutet haben: Die inneren Bereiche der meisten Mittel- und Großstädte befinden sich in einem umfassenden Wandel, der alte Funktionen und Nutzungsmuster verwirft und die Relevanz für neue Konzepte deutlich macht (1). Die Konzentration auf das Shoppingerlebnis erlebt tiefe Einbrüche, mehr Menschen ziehen wieder in die inneren Bereiche der Stadt und steigern damit den Bedarf eines qualitativen Wohnumfeldes, wobei die Grün- und Freiräume in den meist stark verdichteten Stadtbereichen eine große Rolle spielen (2). Verstärkt werden diese Phänomene durch die Coronapandemie, die den Handel durch Lockdown und neue Abstandsregelungen zeitweise zusätzlich erschwerte und das Wohnumfeld direkt vor der Haustüre immer wichtiger machte (3). Hinzukommt, dass die Grünstrukturen in der Innenstadt auch wegen des Klimawandels von großer Bedeutung sind. Grünzüge in der Stadt sorgen für Kühlung, können je nach ihrer Gestaltung Wasser speichern und im größeren Maßstab kalte Luft aus dem Umland in die Städte bringen (4). Sie sind entscheidender Bestandteil der Entwicklung zur resilienten Stadt, die mit den Herausforderungen durch den Klimawandel umgehen kann (5).

Diese aktuellen Ereignisse erhöhen insgesamt den Druck auf die Grün- und Freiräume von Städten und betonen die Wichtigkeit der Planung und Aktualisierung sowie des Managements der grünen Infrastruktur von Städten. Die Entwicklung dieser ist – egal aus welcher der planenden Professionen man blickt – nicht immer ganz einfach, da in inneren Stadtbereichen viele verschiedene Akteure mit unterschiedlichen, teils gegensätzlichen Interessen um ein enges Flächenangebot kämpfen und finanzielle Mittel oft begrenzt sind (6).

Mit dieser Thematik beschäftige ich mich am Beispiel der inneren Stadt Bonn in meiner Masterarbeit im Studiengang Landschaftsarchitektur. Mit dem Einbezug des angelsächsischen Konzeptes „Place attachment“ in der Planung sollen die aufgezeigten Herausforderungen gelöst und vorgebeugt werden. Das Konzept beschreibt die emotionalen Bindungen von Menschen zu Orten, welche durch die Interaktion mit dem Raum entsteht und als entscheidend für das Wohlbefinden beschrieben wird (7). Ich bin der Meinung Place attachment und damit verbundene Kenntnisse der Menschen in die Planung miteinzubeziehen, stellt eine Chance inklusiver und kontextspezifischer Planung dar. Zudem kann durch Place attachment eine neue Bewertungsebene in die Planung gebracht werden, die die Argumentation zur Entwicklung und Unterhaltung der Grünstrukturen stützt.

Um Erkenntnisse über die Ortsbeziehungen zu gewinnen und die Perspektive der Menschen einzubeziehen, führe ich im Rahmen der Arbeit eine Online-Umfrage über die bevorzugten Grün- und Freiräume durch. Mit den Ergebnissen werden eine umfassende Beschreibung und Bewertung der bestehenden Freiräume im innerstädtischen Bereich Bonns möglich. Auf Basis dessen entwerfe ich Vorschläge, wie die innerstädtischen Grünstrukturen und Freiräume weiterentwickelt und verbessert werden können. Dabei betrachte ich einzelne Orte, aber auch das gesamte grüne Netz. Außerdem können bestehende Planwerke, wie zum Beispiel der Masterplan „Innere Stadt Bonn“, mit den Ergebnissen der Umfrage verglichen und reflektiert werden und so ein Feedback für die Stadt Bonn darstellen.

Wichtig für die Teilnahme ist, dass Sie als Teilnehmer:in Nutzer oder Nutzerin der Grün- und Freiräume im inneren Stadtgebiet sind, weil Sie in Bonn wohnen oder die Stadt regelmäßig besuchen und kennen. Über 10-12 Minuten werden Ihnen verschiedene Fragen zu Ihren liebsten Grün- und Freiräumen gestellt, für die Sie Experte sind. Die Umfrage ist vom 01.07.2022 bis zum 15.08.2022 geöffnet und kann über den folgenden Link aufgerufen werden: https://arcg.is/8CuTS1

Ich freue mich über Ihre Teilnahme und bin gespannt auf Ihren Beitrag!

Theresa Rösner

 

 

 

Quellen:

1 BBSR (2021): stadt:pilot Magazin zu den Pilotprojekten der Nationalen Stadtentwicklungspolitik. Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR). Bonn.

2 Ruess, P. et al. (2021): ZUKUNFT DER INNENSTÄDTE., zuletzt geprüft am 12.04.2022.

3 BBSR (2021): stadt:pilot Magazin zu den Pilotprojekten der Nationalen Stadtentwicklungspolitik. Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR). Bonn.

4 TEEB DE (2016: 52): Ökosystemleistungen in der Stadt – Gesundheit schützen und Lebensqualität erhöhen. Hrsg. von Ingo Kowarik, Robert Bartz und Miriam Brenck. Technische Universität Berlin, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ. Berlin, Leipzig.

5 TEEB DE (2016: 59): Ökosystemleistungen in der Stadt – Gesundheit schützen und Lebensqualität erhöhen. Hrsg. von Ingo Kowarik, Robert Bartz und Miriam Brenck. Technische Universität Berlin, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ. Berlin, Leipzig.

 

6 Ruess, P. et al. (2021: 5): ZUKUNFT DER INNENSTÄDTE., zuletzt geprüft am 12.04.2022.; BSBK (2020: 127): Baukultur Bericht Öffentliche Räume 2020/21. Bundestiftung Baukultur. Medialis, Berlin.; TEEB DE (2016: 18): Ökosystemleistungen in der Stadt – Gesundheit schützen und Lebensqualität erhöhen. Hrsg. von Ingo Kowarik, Robert Bartz und Miriam Brenck. Technische Universität Berlin, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ. Berlin, Leipzig.

 

7 Wyss, B. (2019: V): Zuhause im Quartier - Die räumliche Gestaltung der Umwelt zwecks Förderung der Ortsverbundenheit, zuletzt geprüft am 11.04.2022.

 

Seminare 2022 Landesverband

Seminare für das Jahr 2022 finden Sie hier oder unter https://www.gartenfreunde-rheinland.de/ Bitte benutzen Sie das aktuelle Anmeldeformular. Dieses bitte ausgefüllt und unterschrieben an den Verband senden.

 

 

 

BDG Wissenschaftspreis 2023

Wer hat Interesse?

BDG-Wissenschaftspreis_ Kleingärten in der Wissenschaft

Sehr geehrte Damen und Herren,

da Sie in einem Fachbereich aktiv sind, für den die Kleingärten ein spannendes Forschungsfeld sein könnten oder bereits sind, würden wir Sie gerne über den BDG-Wissenschaftspreis informieren!

Der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde (BDG), die Dachorganisation des Kleingartenwesens in Deutschland, vergibt den Wissenschaftspreis alle vier Jahre an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie an Studierende, die sich fachlich mit dem Kleingartenwesen und zukunftweisenden Ideen zur ökologischen, städtebaulichen und sozialen Funktion von Kleingärten auseinandersetzen.

Der nächste Einsendeschluss ist am 31. März 2023. Also theoretisch besteht noch ausreichend Zeit, um die eine oder andere neue Forschungsarbeit anzugehen!

Teilnahmeberechtigt sind Wissenschafts- und Studierendenteams, Herausgeberinnen und Herausgeber bzw. die Verfasserinnen und Verfasser selbst.

Prämiert werden wissenschaftliche Arbeiten mit innovativen Ansätzen zum Ausbau und zur Weiterentwicklung vorhandener bzw. zur Gestaltung neuer Kleingartenanlagen, zum Beispiel:

  • Maßnahmen zur Ökologisierung von Kleingartenanlagen,
  • Erhebungen der biologischen Vielfalt in Kleingärten,
  • Anlagenplanung und -gestaltung im Sinne von Klimaschutz und Klimaanpassung,
  • innovative Nutzungsformen von und für Kleingärten unter Beachtung der Vorgaben des Bundeskleingartengesetzes.

Für die Auszeichnung der Arbeiten steht ein Preisgeld in Höhe von insgesamt 5.000 Euro zur Verfügung.

Der BDG heißt ausdrücklich auch englischsprachige Arbeiten willkommen! Die Arbeiten für den aktuellen Wettbewerb müssen aus dem Zeitraum 2019 bis 2023 stammen.

Weitere Informationen erhalten Sie unter

https://kleingarten-bund.de/de/bundesverband/BDG-Wissenschaftspreis/

https://kleingarten-bund.de/de/bundesverband/BDG-Wissenschaftspreis/bdg-academic-award/

Wir freuen uns sehr, wenn Sie uns dabei unterstützen, den BDG-Wissenschaftspreis unter Interessierten bekannt zu machen – ob auf Ihrer Website, als Aushang oder über Ihre Social-Media-Kanäle. Dazu stellen wir Ihnen im Anhang grafische Vorlagen zur Verfügung. Als Kurztext können Sie gerne verwenden:

Der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde prämiert mit dem BDG-Wissenschaftspreis wissenschaftliche Arbeiten, die sich mit zukunftsweisenden Ideen rund um das Thema Kleingärten auseinandersetzen. Bewerben können sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Studierende https://kleingarten-bund.de/de/bundesverband/BDG-Wissenschaftspreis/.

Sollten diese Informationen bei Ihnen nicht an der richtigen Stelle sein, freuen wir uns über eine Weiterleitung an zuständige Kolleginnen und Kollegen in Ihrem Hause.

Sehr gerne schicken wir Ihnen zum nächsten Semesterbeginn erneut Hinweise zum Wissenschaftspreis zu. Wenn Sie dies nicht wünschen, wären wir Ihnen für einen Hinweis dankbar.

Bei Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

das Projektteam des Wissenschaftspreises

 

Kontakt:

Eva Foos und Sandra von Rekowski
E-Mail: wissenschaftspreis(at)kleingarten-bund.de

Bundesverband Deutscher Gartenfreunde e. V.
Platanenallee 37 | 14050 Berlin
www.kleingarten-bund.de

Wo Deutsche sich zuhause fühlen - Der deutsche Schrebergarten

Deutsche Welle

Ein interessanter Bericht, u.a. mit Bonner Kleingärtnern.

Hier können Sie das Video ansehen.